Hotline: 0331 - 90088661 / MO-FR: 10.00 - 18.00 UHR
Filmmuseum Potsdam
Sonntag, 17.11.2019 11:00 - 13:00 Uhr

Reprise: Lindenhotel (1990) - mit Gästen

Filmgeschichte |  | 
Der Eintritt ist kostenfrei
Filmmuseum Potsdam

Reprise: Lindenhotel (1990) - mit Gästen

Filmgeschichte |  | 
Sonntag, 17.11.2019 11:00 - 13:00 Uhr
49
Tage verbleibend

Kurz und Knapp

Eventart: Film
Eintritt: Kostenfrei

Adresse

Filmmuseum Potsdam
Breite Str 1A
14467 Potsdam
Öffnungszeiten:
Montag: Geschlossen
Dienstag: 10:00 - 18:00
Mittwoch: 10:00 - 18:00
Donnerstag: 10:00 - 18:00
Freitag: 10:00 - 18:00
Samstag: 10:00 - 18:00
Sonntag: 10:00 - 18:00

Beschreibung

Kinomatinee 
Reprise: LINDENHOTEL 
 
Das »Große Holländische Haus« in der Potsdamer Lindenstraße blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: 1734 bis 1737 als Wohnhaus für den Stadtkommandanten mitten im Potsdamer Stadtzentrum errichtet, war das barocke Palais zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein französisches Pferdelazarett.  1809 bis 1817 tagte hier das erste Potsdamer Stadtparlament. Nach dessen Umzug ins Alte Rathaus wurde das Haus in der Lindenstraße zum Gericht und Gefängnis umgebaut. Von 1933 bis 1945 waren hier Verfolgte des Nazi-Regimes inhaftiert. Das Potsdamer Erbgesundheitsgericht nutzte das Gerichtsgebäude von 1934 bis 1944 und ordnete die Zwangssterilisation von mehr als 3.300 Männern und Frauen an. Im Sommer 1945 beschlagnahmte der sowjetische Geheimdienst MGB/NKWD den Gerichts- und Gefängniskomplex und nutzte ihn als Untersuchungsgefängnis für das Land Brandenburg. Sowjetische Militärtribunale verhängten hier langjährige Haftstrafen und auch  Todesurteile. 1952 wurde das Gefängnis an das DDR-Ministerium für Staatssicherheit übergeben, das hier seine Untersuchungshaftanstalt für den Bezirk Potsdam betrieb, im Volksmund »Lindenhotel« genannt. Erst am 27. Oktober 1989 wurden die letzten politischen Häftlinge entlassen. Heute ist die Lindenstraße 54/55 eine Gedenkstätte mit einer Dauerausstellung, Sonderausstellungen und Bildungsangeboten.
 
Als bei einem »Tag der offenen Tür« im Januar 1990 hunderte Menschen die Gelegenheit wahrnahmen, das Gefängnis von innen zu besichtigen, nutzten die Filmemacher Fayd Jungnickel und Andreas Fischer die Chance, ehemalige Häftlinge, aber auch Stasi-Mitarbeiter, nach ihren Erlebnissen und Ansichten zu befragen. Der sensationsheischenden Berichterstattung der Fernsehanstalten hielten die jungen Filmemacher einen zurückhaltenden Kinodokumentarfilm in Schwarzweiss entgegen. Der Film, inzwischen ein historisches Dokument, wurde nun digitalisiert und steht 30 Jahre nach seiner Entstehung für eine Wiederaufführung im Kino zur Verfügung.
 
LINDENHOTEL
R: Fayd Jungnickel, Andreas Fischer, BRD/DDR 1990, Dok., 59‘
In Anwesenheit der Filmemacher Fayd Jungnickel und Andreas Fischer
Moderation: Uta Gerlant (Leitung Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße)
 
Eine gemeinsame Veranstaltung von Filmmuseum Potsdam und Stiftung Gedenkstätte Lindenstraßeät Babelsberg
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Eventart: Film
Eintritt: Kostenfrei

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