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Waschhaus
Freitag, 01.02.2019 20:00 Uhr

Wolf Wondratschek

Party & Konzerte | Kultur & Comedy  | Open Air
Waschhaus

Wolf Wondratschek

Party & Konzerte | Kultur & Comedy  | Open Air
Freitag, 01.02.2019 20:00 Uhr
12
Tage verbleibend

Nice to know

Die Kunst im Waschhaus hat 1992 mit der Besetzung der ehemaligen Garnisons-Waschanstalt begonnen.

Kurz und Knapp

Eventart: Lesung
Eintritt: Jop

Adresse

Waschhaus
Schiffbauergasse 4
14467 Potsdam
Öffnungszeiten sind je nach Veranstaltung unterschiedlich.

Beschreibung

..liest „Selbstbild mit russischem Klavier“

Der letzte deutsche Beatnick liest.

Früher trug er Lederjacke und brachte in seinen Gedichten William Burroughs, Bob Dylan, Aura und Habitus des Rock´n´Rolls als Lebensgefühl ins behäbige Deutschland der siebziger Jahre und „cool“ in die hiesige Literaturszene. Mit seinen Gedichtbänden „Chucks Zimmer“ und "Das leise Lachen am Ohr eines andern" hält er den Verkaufsrekord für zeitgenössische deutsche Lyrik.

Heute hört er Bach, Schubert und Schnittke und mit 75 hat der Wolf es nochmal allen gezeigt: mit einem Künstlerroman nach Art des Testaments. In „Selbstbild mit russischem Klavier“ spiegelt er sich in der melancholischen, intimen Beichte eines fiktiven russischen Pianisten.
Zwei Männer – der eine Schriftsteller, der andere ein ehemaliger, vom Alter bereits erkennbar angenagter Pianist namens Suvorin – sitzen in einem Wiener Kaffeehaus beisammen und reden und erinnern.

„Im Kaffeehaus. Alle Tische besetzt. Alle Witze erzählt. Alle Zeitungen gelesen. Die Kellner tanzen. Die Luft eine brennende Zigarre. An meinem Tisch ein Russe, ein Klavierspieler in jungen Jahren, eine vergessene Berühmtheit.
Er hat sich abgefunden. Moskau, London, Wien. Alle Entfernungen zusammengefasst in der Zeile eines Gedichts, alle Räume eingeschmolzen zu einem Rätsel.
Ich habe es versucht, Verklärung bei klarem Verstand, bin aber gescheitert. Am Ende sind es Hotelzimmer, an die man sich erinnert, mehr als an Konzerte. Schöne Frauen, die anklopfen und sich, weil sie sich getäuscht haben, entschuldigen. Ein Koffer mit kaputtem Schloss. Der Eiffelturm im Nebel, da war zwei Tage lang nichts zu sehen. Und natürlich hat man es gewusst: Die Kunst kann nichts dafür, dass sie nichts kann.
Unbegreiflich, wie nutzlos ein Mensch werden kann, ein Mensch wie ich, der am Ende in eine Gedächtnislücke passt, ohne Schuhe, ohne Traum.“

Carsten Wist

Eine Veranstaltung vom Waschhaus Potsdam und dem Literaturladen Wist.

Eintritt: AK 15 € / VVK 12 € (zzgl.Geb.)
Beginn: 20.00 Uhr
Einlass: 19.00 Uhr

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Eventart: Lesung
Eintritt: Jop

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